Die Nacht war wirklich äusserst unruhig und der Morgen wettermäßig nicht gerade besser. Ich schlummer einfach vor mich hin. Die Strapazen der letzten beiden Tage spüre ich deutlich: Muskelkater und Blessuren überall.
Gegen Mittag lässt der Regen nach und ich beschließe die verbleibenden Kilometer zur Langidalur-Hütte [GPS 63° 41,097 N / 19° 30,758 W / 285 m ü. NN] in Thörsmörk zurückzulegen. Mit dem Muskelkater und den restlichen Blessuren sind die zwei Kilometer entlang der Krossá - obwohl flach - doch recht anstrengend. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist bereits die Hütte zu sehen. Der Umweg über die Brücke bleibt mir hier jedoch erspart - ein Busfahrer hält an und fragt, ob er mich mit über den Fluss nehmen solle. Dankbar steige ich in den Bus.
Die Hütte übertrifft meine Erwartungen bei weitem: Aufenthaltsraum, abgetrennte Schlafräume, große Selbstversorgerküche, warme Dusche ... Obwohl mir heute nur eines wichtig ist: trockener und warmer Schlafplatz.
Richtig gemütlich lasse ich den Nachmittag bei starken Regenschauern, einer vollen Kanne Tee im mollig-warmen Aufenthaltsraum der Hütte ausklingen. Abends gibt's lecker Nudeln in Käse-Soße. Die letzten Nächte hängen mir nach. Bettruhe (für mich) daher ziemlich zeitig.
Copyright © 2005 - 2010 Sebastian Graeber. Alle Rechte vorbehalten. [Kontakt] [Impressum]


